Wie Unternehmen ihr nachhaltiges Handeln für die Kundenkommunikation einsetzen können

In Zeiten der Digitalisierung und des Überangebotes verändern sich die Machtverhältnisse auf dem Markt. Nicht mehr nur die Marktleistung an sich ist relevant für eine Kaufentscheidung, vielmehr verlangen Kunden heutzutage einen Mehrwert, der über die eigentliche Leistung hinausgeht. Mithilfe von gelungener Kundenkommunikation können es Unternehmen schaffen, sich gegenüber ihrer Konkurrenz zu differenzieren. Wie Paul Watzlawick schon sagte, kann man nicht nicht kommunizieren. Genau so ist es auch bei der Kundenkommunikation.

Kunden wollen zunehmend nachhaltige Produkte, die umweltfreundlich und ökologisch hergestellt werden. Handelt ein Unternehmen nachhaltig, liegt es auf der Hand dieses Handeln auch den Kunden zu kommunizieren, da das öffentliche Interesse an Nachhaltigkeit zunehmend steigt. Während das Thema Nachhaltigkeit teilweise von manchen Unternehmen noch etwas kritisch beäugt wird, ist es dennoch ein entscheidendes Verkaufsargument. Mit Nachhaltigkeits-Strategien können sich Unternehmen einen Marktvorteil gegenüber ihrer Konkurrenz verschaffen. Dabei ist es für ein Unternehmen allerdings wichtig, sein nachhaltiges Handeln glaubwürdig zu kommunizieren. Nur wenn ein Unternehmen nachhaltiges Handeln auch wirklich langfristig lebt und vertritt, wirkt es authentisch. Kunden merken rasch, wenn etwas mehr Schein als Sein ist und so wird schnell aus einer gut gemeinten Aktion Greenwashing und der Social Media Shitstorm ist nicht weit. Langfristiges, nachhaltiges Handeln ist nicht nur ein wichtiges Kriterium für die Kunden, sondern auch für Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung. Damit aber Unternehmen und Kunde auf einer Wellenlänge kommunizieren können, müssen die Kundenbedürfnisse in Bezug auf Nachhaltigkeit ermittelt werden. Im Folgenden zeigen wir dir an einigen Beispielen, wie Unternehmen ihr nachhaltiges Handeln für die Kundenkommunikation einsetzen können:

Storytelling

Je stärker die zwischenmenschliche Kommunikation ist, desto wirksamer sind auch die Geschäftsbeziehungen. Für die Kundenbindung ist es wichtig, Emotionen aufzubauen und Gefühle zu transportieren, damit der Kunde die Möglichkeit hat, sich mit dem Unternehmen oder Produkt zu identifizieren. Einige Menschen haben bestimmt das stereotypische Bild von Nachhaltigkeit in Form von grünen Wiesen, grünen Bannern und Recycling-Papier im Kopf. Dabei kann nachhaltiges Handeln ganz individuell sein. Dem Kunden muss klar sein, wie ein Unternehmen zu nachhaltigem Handeln steht und wie es Nachhaltigkeit für sich definiert. Damit der Kunde nicht nur mit Definitionen, Zahlen oder Fakten konfrontiert wird, eignet sich zum Beispiel ein Storytelling-Ansatz. Durch kleine Videos oder Geschichten aus dem Alltag eines Mitarbeiters des Unternehmens kann auf eine persönliche Art und Weise definiert werden, was ein Unternehmen bereits unternimmt, um nachhaltig zu handeln. Vielen Kunden ist vielleicht gar nicht bewusst, inwiefern Nachhaltigkeit in der Unternehmenskultur verankert ist bzw. sehen sie nachhaltiges Handeln nur in Bezug auf ein fertiges Produkt. Erzählt oder zeigt ein Mitarbeiter beispielsweise, wie er mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad zur Arbeit fährt, weil dies vom Arbeitgeber gefördert wird, wird das Thema Nachhaltigkeit viel greifbarer für die Kunden.

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Um sich von der Konkurrenz zu unterscheiden, können Unternehmen zum Beispiel einen Teil der Unternehmenseinnahmen für nachhaltige Projekte spenden. Da Nachhaltigkeit so ein enorm wichtiger Faktor in der Kaufentscheidung ist, sind die Kunden gewillter ein Produkt bei einem Unternehmen zu kaufen, welches sich für nachhaltige Projekte einsetzt. Auf der Webseite Nachhaltigkeitsrat werden beispielsweise Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die sich für nachhaltige Entwicklung in der Gesellschaft einsetzen. Die Projekte auf der Website mit dem Qualitätssiegel Projekt Nachhaltigkeit werden von RENN (Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien) in Kooperation mit RNE (Rat für nachhaltige Entwicklung) vergeben. Kommuniziert ein Unternehmen seine Spendenbereitschaft an Neu- und Bestandskunden, werden Kunden auf das Unternehmen aufmerksam und positiv beeinflusst. Als weiteren positiven Effekt schafft es eine solche Aktion, einen Dialog mit anderen Unternehmen herzustellen. Merkt auch die Konkurrenz, wie sehr Nachhaltigkeit punktet, haben sie die Möglichkeit nachzuziehen und sich ebenfalls für nachhaltiges Handeln einzusetzen. Das schafft eine weitläufigere Sensibilisierung für das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

klardenker, Eventagentur, nachhaltiges handeln, nachhaltigkeit, nachhaltiges unternehmen, kundenbindung, kundenkommunikation, nachhaltige Entwicklung, nachhaltige ProjekteKunden aktiv in nachhaltige Entwicklung einbeziehen

Noch immer gilt: Der Kunde ist König. Damit er sich wahrgenommen und wertgeschätzt fühlt, ist es eine super Möglichkeit die Kunden aktiv mit in die nachhaltige Entwicklung einzubeziehen. Dabei geht es nicht um die Vermarktung eines Produktes, sondern vielmehr darum, die öffentliche Wahrnehmung zu erhöhen und Akzeptanz für Entscheidungen in Bezug auf das Unternehmen zu stärken. Werden Unternehmensentscheidungen transparent gemacht und der Kunde miteinbezogen, schafft das Vertrauen. Auf digitalen Plattformen, aber auch insbesondere bei Messen und Events kann die Möglichkeit geschaffen werden, einen Dialog mit dem Kunden zu führen. Während sich der Kunde auf der einen Seite wertgeschätzt fühlt, weil seine Meinung und sein Feedback gewünscht werden, können auch Unternehmen Vorteile aus dem Dialog ziehen und wertvolle Ratschläge und Anregungen für ihr eigenes Handeln bekommen. Authentizität und Transparenz sind das A und O in der Kundenkommunikation, da Probleme und Schwachstellen seitens des Unternehmens offen thematisiert werden und ein Anreiz entsteht, darüber zu reden.

klardenker, Eventagentur, nachhaltiges handeln, nachhaltigkeit, nachhaltiges unternehmen, kundenbindung, kundenkommunikation, nachhaltige Entwicklung, nachhaltige ProjekteTag der offenen Tür/Messe

Messen und Events oder ein Tag der offenen Tür bieten eine gute Möglichkeit, in Zeiten der digitalen Kommunikation eine direkte Kundenbeziehung aufzubauen. Hier können kleine Bereiche eingerichtet werden, in denen sich die Kunden speziell zum Thema nachhaltiges Handeln im Unternehmen informieren können. Neben allgemeinen Informationen können hier auch die vorherigen Punkte miteingebunden werden und beispielsweise nachhaltige Projekte vorgestellt werden. Durch den Einsatz von Screens oder iPads kann Kunden erklärt und aufgezeigt werden, wie Nachhaltigkeit ganz konkret umgesetzt wird. Man kann aufklären, warum sich das Unternehmen dazu entschieden hat Emails zu versenden, anstatt Flyer zu drucken. Visuell aufbereitet bieten sich Infografiken oder Infovideos an, um aufzuzeigen, inwiefern das Versenden von Emails der Umwelt zu Gute kommt. Hier könnte zum Beispiel visualisiert werden, wie viele Bäume stehen geblieben sind oder wie viele Druckkosten gespart wurden. Knüpft man daran an und zeigt auf, wie die gesparten Kosten wiederum für nachhaltiges Handeln eingesetzt werden, ist ein zufriedener Kunde garantiert.

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